Das Sommerkind und das liebe Essen

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Habt Ihr auch so einen Teilessensverweigerer Zuhause?

Eigentlich können wir uns nicht beschweren. Töchterchen hat von Anfang an gerne Obst und Gemüse gegessen. Breis waren nicht so ihres, das Essen muss möglichst in Stücke geschnitten einzeln auf dem Teller liegen. Soße geht grad noch wenn es eh nur eine Sorte Nahrung ist. Wie zum Beispiel bei den Spätzle oben.
Am liebsten isst sie Gerichte mit Zucchini. Fragt mich nicht wieso.

Seit geraumer Zeit ist nun die erste Frage am Morgen ‚Keks?‘ Oder aber auch ‚Apfel essen?‘
Die Mutter zieht das belegte Brot aber knallhart durch. Auch wenn sich der Herr Vater manchmal am Sonntag erweichen lässt ; ).

In der Woche sind wir morgens meist mit anderen Müttern und Kindern aus der Krabbelgruppe auf einem Spielplatz oder im Park. Seitdem das Keksthema mit etwa eineinhalb Jahren groß wurde, habe ich immer etwas zu Knabbern dabei denn kind weiß genau, welche Mutter etwas Leckeres dabei hat und geht dann gerne betteln. Leider.
Oft habe ich dann Obst dabei. Welchen Naschkram es gibt interessiert das Sommerkind nämlich noch nicht so. Hauptsache süß.

Mittags gibt es etwas warmes nach dem Mittagsschlaf, einfach weil es uns da zeitlich am besten passt und sie vorher meist keinen Hunger hat. Beim Mittagessen ist sie allerdings sehr speziell geworden und wehe sie entscheidet spontan dass sie das Gekochte nicht mag. Das kann auch gerne einmal ganz schnell wechseln.
Mit harten Nudeln kocht sie zum Beispiel gerne in ihrer Kinderküche, aber wirklich essen? Igitt, da will ich sie wohl vergiften ; ).
Die Spätzle wiederrum waren super. Die kann man so toll schlürfen.

Abends ist es ungefähr das gleiche wie morgens, aber den gesamten restlichen Tag über ist dieses Kind eine einzige Fressmaschine.
‚Hunger‘ hören wir gefühlt tausendmal am Tag. Dabei möchte sie aber nichts Vernünftiges, sondern nur Süßes. Natürlich gibt es durchaus mal Kekse, aber eben nicht nur. Zusammen mit der Trotzphase kann das dann richtig brenzlig werden.Leider geht es auch garnicht wenn andere Kinder essen, etwa im Wartezimmer beim Arzt oder wo auch immer. Dann steht sie vor der jeweiligen Mutter oder liegt, weil ich sie davon abhalte, schreiend auf dem Boden.
Manchmal frage ich mich, wieso man seine Kinder während jeglicher Wartephase mit Essbarem vollstopfen muss. Wenn es jetzt das nichtgegessene Frühstück ist, klar, aber einfach so zwischendurch damit das Kind beschäftigt ist?
Einzige Lösung für Trotzkopfkindeltern auch hier: selber etwas dabei haben oder draußen warten, denn den Anfall wollen andere Patienten nicht erleben.

Ist es bei Euch auch so?
Wie regelt Ihr das? Oder wie verhalten sich Eure Kleinkinder so?
Welches ist das Lieblingsessen Eurer Kinder?

Liebe Grüße
Nicole

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10 Gedanken zu “Das Sommerkind und das liebe Essen

  1. Ich sehe das nicht so streng. Kleine Kinder und Schwangere wissen instinktiv was sie brauchen. Meine mögen kein Brot oder wenn dann nur mit Marmelade. Wenn ich Haferflocken in die Micro schmeiße und daraus so Riegel mache, wird das aber total gerne gegessen. Nudeln gehen immer. Warum nicht? Ist doch auch Getreide. Wenn sie Obst und Gemüse isst, ist das doch super. Wenn ich bei Freundinnen bin ist es immer total witzig zu sehen, dass sie plötzlich auch Sachen essen, die sie Zuhause nicht mögen. :)

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  2. Ein ausgeprägter Appetit ist schonmal ne gute Grundlage denke ich :D Besser als wenn fast alles an Essen verweigert wird. Solche mäkeligen Kinder gibt es ja auch. Unser Sohn kann es auch nicht haben, wenn jemand in seiner Nähe ist, da muss er immer auch was zum Kauen haben :D Also wie du sagst: Als Mama sollte man am Besten immer und überall was Essbares dabei haben :D

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  3. Muah, es gibt Phasen, da habe ich das Gefühl das Kind macht nix anderes als essen. Ich bin inzwischen entspannter damit geworden, denn ich merke auch, dass er sich zum Ausgleich sehr viel bewegt. Nach Möglichkeit dann immer halt Obst usw. da haben, auch mal Joghurt, damit man eben nicht schnell mal zu nem Keks oder so greift. Und ja, ich finde es furchtbar, wen Muttis als Snack auf dem Spielplatz immer die Tüte Kekse oder so rausholen…das muss doch nicht sein, oder?

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    • Aber das ist doch Sache der Eltern/Mütter, was sie zum snacken einpacken. Nur weil es euch unter Umständen unangenehme Situationen beschert?!

      Vielleicht essen deren Kinder so schlecht, dass die Mütter froh sind, dass sie wenigstens Kekse essen?! Ich reglementiert Essen so gut wie gar nicht. Es gibt, was sie will, wann sie will… Was natürlich nicht heißt, dass es keine geregelten Mahlzeiten und den ganzen Tag nur Süßes gibt. Ich habe selbst ein Problem mit Essen, weil ich immer aufessen musste und alles essen musste, was auf den Tisch kam und Süßigkeiten stark reglementiert wurden und das will ich für meine Tochter (2,5) nicht.

      Man kann ihr eine Tüte Gummibärchen hinlegen, sie gibt bereitwillig ab und würde nie die ganze Tüte leer essen… Ihr Cousine hingegen wird sofort gierig und bekommt schon Panik, wenn sie was abgeben soll.

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      • Nein, sorry, das war auf Saris Kommentar bezogen, sich darüber zu beschweren, dass die Mütter Kekse auspacken (statt z. B. Obst).

        Ja und ich hatte auch so eine Phase, wo ich meine Tochter mit Essen ruhig gestellt habe, einfach aus persönlichem Stress und Wartezeit beim Arzt ist wohl Stress (obwohl es Wartezeit bei unserm KiA gsd kaum gibt)… Es hat eine Weile gedauert andere Strategien zu entwickeln.

        Und es nervt dich ja nur, weil es für dich zum Problem wird… Wäre es deinem Kind egal, könnten die Mutti eine vierstöckige Sahnetorte auspacken. Wie gesagt, ich würde in einer solchen Stresssituationen (was es ja auch fürs Kind ist) eher nachgeben und Kekse auspacken … Heute darf meine halt am Handy spielen, statt zu essen, finden vielleicht andere Eltern im Warteraum auch doof😉

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