Es war einmal…

… in einem Dörfchen im Allgäu.

Das Wetter wird immer schlechter und ich werde melancholisch ; ).
Diesen Sommer waren wir mit meinem Opa zusammen im Urlaub. Also der Herr Vater, das Sommerkind und ich.
Wir waren auf einem kleinen Bauernhof in einem winzigen Dörfchen bei Immenstadt am Alpsee.
Schön aber nichts Besonderes, sollte man meinen. Aber es war etwas ganz Besonderes für mich ♥!

Früher war ich jedes Jahr mehrere Wochen mit meinen Großeltern im Urlaub. Am Anfang waren mein Cousin und meine Cousine auch noch dabei.
Wir waren jedes Jahr im Allgäu und jedes Jahr auf dem selben Hof. Und genau dort waren wir nun mit unserem Sommerkind.
Töchterchen hatte den Tag vor unserer Abfahrt Geburtstag, war somit genau zwei Jahre alt und damit genauso alt wie ich als ich das erste Mal mit meinen Großeltern dort war. Verständlich, dass ich total Feelings hatte, oder?
Heute möchte ich Euch ein paar Bilder meiner zweiten Heimat zeigen:

Wir waren nur eine Woche dort, aber die war wirklich wunderschön.
Wir waren viel wandern, denn von der Aussicht kann man nicht genug bekommen und wir hatten auch noch bestes Hochsommersuperwetter.

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Und ja, neben der geschlossenen Seilbahn mit der wir am vorletzten Tag unterwegs waren, sind wir am ersten Tag auch mit den offenen Zweisitzern(!) zum Mittag hochgefahren. Weil O-Ton Opa: „da warst du auch mit zwei Jahren schon mit. Damals waren es noch Einsitzer und du hast auf meinem Schoß gesessen!‘
Ja Opa, da wäre ich heute im Leben nicht mehr eingestiegen! Gut, sind wir also mit dem Zweisitzer den Berg hoch. André und Opa in dem ersten Zweisitzer, ich mit Kind in dem danach. Guter Gott… ich muss Euch nicht erzählen, dass ich tausend Tode gestorben bin. Die Sitze haben keinen Gurt und die Eisenstange vorne wird nur unten gehalten durch die eigenen Füße die man darauf abstellt. Töchterchen fand es absolut klasse, ist in meiner Schwitzkastenumklammerung aber fast erstickt.
Zeit und Hand für Fotos war nicht frei, daher nur ein Bild von unserem Abstieg. Zu Fuß… mich hätten keine zehn Pferde wieder in die Bahn bekommen.
Ich muss zugeben, mittlerweile habe ich anscheinend Höhenangst.

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Oben auf dem Berg sind wir bis zum ersten Kreuz gewandert und das Sommerkind musste auch gleich die Steine erklimmen. Beim Opa Zuhaus in meinem Familienhaus hängen Jahre von Vormkreuzfamilienfotos an der Flurwand. Das musste also ebenfalls sein ; ).

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Auf dem Hof hatte Töchterchen sowieso viel Spaß. Kühe, Kälber, ein Pferd, Ziegen und sogar Schildkröten gab es dort. Und viele Gasthunde ebenfalls.
Am besten fand sie aber die großen Kettcars mit denen sie immerzu gefahren werden wollte. Außerdem waren dort viele andere Kinder mit denen sie am liebsten den ganzen Abend herumgelaufen ist. Ich habe dort früher auch immer Freunde gemacht. Hach…

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Den einzigen nicht so schönen Tag haben wir in einem supertollen Spaßbad verbracht. Dem Wonnemar.
Neben viel Sprudel, unglaublich schönem Kinderbereich und Wellen alle halbe Stunde gab es dort auch ganz viele Rutschen für Kinder und Erwachsene. In der Rutsche mit den großen Luftreifen bin ich dann auch erstmal im Kreiselkanal stecken geblieben und kam, ungelenkig wie ich bin, nicht aus dem Ring raus. Das fand das Trüppchen kleiner Jungs die nach mir kamen (über mir das große Schild „bitte schnell weiterrutschen“) auch besonders lustig.

In der Klamm haben mich die Käfigtreppen an den Jurassic Park erinnert. Höhenangst lässt grüßen…
Dafür war der Bergbach die Angst wirklich wert. Eisig kalt, aber so schön klar!

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Das Sommerkind hatten wir übrigends immer im Rucksack mit dabei. André hat sich ganz schön einen abgeschwitzt.
Am vorletzten Tag waren wir nämlich mit der Hörnerbahn Bolsterlang hoch auf den Berg und haben den Großen Ochsenkopf auf 1662m erklommen, das letzte Stück kletternd. Der Uropa hat solange im Berghaus Pause gemacht. So fit ist er dann leider doch nicht mehr.

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Am Samstag sind wir, einen Tag zu früh, nach Hause aufgebrochen. Eigentlich wollten wir wieder am Sonntag um 4 Uhr morgens starten, aber das wäre einfach nur unpraktisch gewesen, denn schon auf der Hinfahrt hatte Töchterchen keine Lust mehr weiterzuschlafen. Klar, ist ja auch beinahe Zeit zum aufwachen.
Wir sind also Samstagabend losgefahren und trotz des Unwetters sind wir mit dem schlafenden Kind gegen ein Uhr nachts wieder heil Zuhause angekommen.

Mich hat der diesjährige Urlaub einfach glücklich gemacht. Trotz Höhenangst sind die Berge meine große Liebe. Klar, wenn man als Kind jeden Sommer drei Wochen dort verbracht hat.
Ich liebe den Landduft auf dem Bauernhof, die Kühe, den Anblick der steinigen Berge und die Ruhe auf den Almen.
Wir werden sicher noch öfter dorthin fahren. Nächstes Jahr geht es aber erst einmal an die See.

Wo wart Ihr dieses Jahr im Urlaub?

Liebe Grüße
Nicole

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